The Last of Us
The Last of Us
Brutal und emotional. Der Survival-Action-Titel ist Naughty Dogs bisheriger Höhepunkt
24.07.13 um 13:27 von Stefan
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The Last of Us ist eine phänomenale und cineastische Erfahrung und in dieser Form eines der besten Spiele dieser Generation, wenn nicht sogar aller Zeiten.
Wirklich aufwändige Rätsel gibt es in The Last of Us trotzdem nicht. Immer mal wieder muss man die Nicht-Schwimmerin Ellie mittels Holzplanken über Wasser befördern oder eine Möglichkeit finden, wie man mit tragbaren Planken Abgründe überwindet. Den Kopf muss sich der Spieler dabei jedoch nicht zerbrechen und wenn man zu lange den Busch abklopft und nicht weiter weiß, gibt einem das Spiel einen optischen Hinweis, wo es weitergeht. Abwechslung vom dauerhaften Sammeln von Ressourcen bieten regelmäßig einsetzende Action-Situationen, in denen man sich verschanzen muss, in Fallen feststeckt oder auf größere Gegnermassen stößt, bei denen man zwischendurch auch Ellie intensiver beschützen muss. Um den Einsatz von Schusswaffen kommt man dabei kaum herum.

Der Kampf um Ressourcen erfordert Opfer
The Last of Us ist uncut und voll von Blut und Splatter. The Last of Us als Ganzes? Nein! Ein unbeugsamer Multiplayer-Teil hat es in Deutschland nicht ganz unbeschadet durch die Altersprüfung geschafft. Auf die üblen Szenen, die man aus dem Singleplayer-Modus gewohnt ist und die ihren Teil zur Endzeitstimmung beitragen, muss man im Mehrspieler-Part zumindest ein Stück weit verzichten.
Der Rest fügt sich aber geschickt in das Szenario ein. Ihr bildet Teams aus je vier Spielern und kämpft gegeneinander um Vorräte. Der Multiplayer-Modus von The Last of Us bietet sozusagen die klassischste aller Mehrspieler-Varianten, was allerdings gut funktioniert und auch Sinn macht. Wieso gibt es aber keinen Horden-Modus?! Tatsächlich finden wir, dass eine wellenartige Verteidigung eines Areals ebenfalls perfekt gepasst hätte. Man könnte als Firefly seinen Stützpunkt vor den Zombiehorden solange verteidigen, bis nichts mehr geht. Oder man ginge gemeinsam mit seinem Team auf Zombiejagd. Offenbar wollten die Entwickler aber das Sammeln der Ressourcen auch im Multiplayer-Modus in den Vordergrund stellen.
Der Multiplayer-Modus erinnert stark an das Zombie-Spiel DayZ, jedoch in einem eingegrenzten Areal. Das wirkliche Potential entwickelt sich auch erst, wenn man die vorgesehenen 12 Wochen (Ingame-Zeit) gespielt hat, denn im Laufe der Spielrunden wird man mit Krankheiten, Tod, Hunger oder Ressourcenknappheit konfrontiert und muss entsprechend handeln.
Wer mit ähnlichen Erwartungen an den Multiplayer-Modus herangeht wie beim Singleplayer-Modus, wird wahrscheinlich etwas ernüchternd auf das Online-Geschehen zurückblicken. Wer sich aber darauf einlässt und vor allem Bock auf richtig harte Online-Gegner hat, wird sich auch vom Mehrspieler-Modus begeistern lassen können.

Verstörend schöne Augenweide
Was die visuelle Darstellung betrifft, setzt Naughty Dog auf seine bewährte und grandiose Engine, die auch schon für Uncharted 3: Drakes Deception zum Einsatz kam. Einige Anpassungen wurden allerdings vorgenommen und gewisse Bereiche, insbesondere die Lichteffekte, zeigen sich stark verbessert. So sehen die Charaktere erneut umwerfend und die mutierten Gegner extrem verstörend aus, sind erstklassig animiert und auch die diversen Umgebungen protzen mit vielen Details und sehr schönen Texturen.
Die weitläufigeren Außerareale mit teils beeindruckender Weitsicht präsentieren sich sehr stimmig und halten die Endzeit-Atmosphäre stets am Limit. Wie sich die Natur im Laufe der Zeit die Städte zurückgeholt und überwuchert hat, wirkt absolut beeindruckend und authentisch. Da ihr zwischen Innen- und Außenarealen überwiegend ohne Ladezeiten wechseln könnt, finden sich in den Ecken der Außenareale ab und an schon mal matschige Texturen und während besonders intensiver Szenen mit vielen Gegnern, Partikel- und Lichteffekten sackt die Framerate bei Volllast der Engine auch mal ein wenig ab.
Insgesamt muss man Naughty Dog mit The Last of Us aber erneut eine famose Optik und technische Brillanz attestieren, die definitiv zur grafischen Spitze der aktuellen Konsolen-Generation zählt.
 Screenshots
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 Facts
Name: The Last of Us
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Naughty Dog/Sony CE WWS
Genre: Suvival-Action
Spieler: 1-8 (online)
HDTV bis zu: 720p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Download-Content
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Alle volljährigen PS3-Besitzer.
Release:14.06.13
 Pro + Cons
 PRO:
+ Brillanter Prolog
+ Phanomenale Optik
+ Mitreißende Story
+ Coole Inspiration (Cordyceps Pilz)
+ Extrem authentische Charaktere mit Tiefgang
+ Interessante Charakter-Entwicklung
+ Hervorragendes Storytelling
+ Brutal und emotional inszeniert
+ Glaubwürdige und interessante Dialoge
+ Grandioser Mix aus Survial-/Shooter-Elementen
+ Fesselnde Atmosphäre
+ Einfaches wie auch nützliches Crafting-System
+ Coole Waffen selber bauen
+ Atemberaubende Umgebungen
+ Verstörende Gegner
+ Feine Lichteffekte
+ Sehr gute Synchronisation
+ Multiplayer-Modus fügt sich gut ein
 CONTRA:
- Schleichen artet zu Beginn etwas aus
- Verwirrendes Loot-System
- Viele blinkende Steine und Flaschen
- Im Grunde repetitives Gameplay
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