The Last of Us
The Last of Us
Brutal und emotional. Der Survival-Action-Titel ist Naughty Dogs bisheriger Höhepunkt
24.07.13 um 13:27 von Stefan
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Joel ist ein Schwarzmarkthändler, der die Welt auch noch so kennt, wie sie vor der Apokalypse war. Durch einige Zufälle muss Joel plötzlich über die 14-jährige Ellie wachen und sie durch eine durch die Natur zurückgewonnene, postapokalyptische Welt begleiten. Mit 14 Jahren kennt Ellie natürlich die Welt nur nach dem Ausbruch der Seuche und stellt während des Spiels immer wieder Fragen an Joel. Da euch Ellie ständig begleitet, werden auf diese Weise völlig fließend innerhalb des normalen Gameplays das Spiel-Universum und die Pilzseuche näher erläutert.
Das Besondere an The Last of Us ist vor allem die menschliche Komponente, wie Joel und Ellie mit der Zeit als Team zusammenwachsen, als Charaktere mit den gemeisterten Situationen wachsen, sich gegenseitig helfen und der eine sich um den anderen sorgt. Wie Naughty Dog diese emotionale Reise inszeniert, ist einzigartig. Vom überragenden Storytelling, der intelligenten und authentischen Umsetzung der Charaktere und der durch die unglaublich packende Spielwelt genialen Atmosphäre lebt die Faszination von The Last of Us überhaupt erst.

Die richtige Kombination macht den Unterschied
Das Gameplay-Mechaniken von The Last of Us sind nicht so revolutionär, wie sie zunächst den Anschein erwecken. Eine atemberaubende Kombination aus Storytelling, beklemmender Atmosphäre, großartiger Inszenierung und nahezu perfekt aufeinander abgestimmter Gameplay-Elemente verwandelt The Last of Us in den Blockbuster, der es ist. Wie Naughty Dog die verschiedenen Gameplay-Facetten miteinander verbindet, sorgt für ein absolut einzigartiges und atemberaubendes Spielerlebnis.
Im Spiel geht es vor allem darum, Ressourcen für das Überleben zu sammeln und den Gegnern aus dem Weg zu gehen oder diese aus dem Hinterhalt möglichst intelligent auszuschalten. Man durchsucht Ruinen und heruntergekommene Gebäude nach brauchbaren Materialien. Dabei funken einem natürlich ständig vom Pilz infizierte und zu Monstern gewordene Menschen dazwischen, ebenso aber auch die militärischen Einheiten oder Banden, die der Seuche bislang entgehen konnten. Als ständige Begleitung muss der Spieler dabei nicht ausschließlich auf Ellie achten, das Mädel kann nämlich auch ordentlich austeilen, wenn es nötig wird. Sie eilt zur Hilfe und sticht beispielsweise Joal an den Hals fallende Gegner von Hinten mit einem Messer nieder, steht bei engen Durchgängen aber auch hin und wieder gerne mal im Weg.

Mit Hilfe des Crafting-Systems können aus den von euch gefundenen Ressourcen Waffen wie Molotov-Cocktails oder Nagelbomben gebaut werden, an gewissen Stellen im Spiel können zudem die Fähigkeiten des Charakters gestärkt werden und Joel benötigt anschließend beispielsweise weniger Zeit, um ein Medi-Kit zu verwenden. Ebenso lassen sich die Waffen regelmäßig verbessern. Diese Waffen und Gegenstände sind sehr hilfreich, wenn es darum geht, sich an Gegner anzuschleichen und selbige lautlos auszuschalten. Zwar findet ihr im Laufe des Spiels verschiedene Schusswaffen, doch Munition ist immer knapp und darüber hinaus locken die lauten Geräusche meist besonders gefährliche Clicker an, die sehr widerstandsfähig sind und fast schon einfacher mit einem Schlag auf den Kopf durch ein mit Nägeln an der Spitze versehenes Rohr zu erledigen sind statt mit Waffengewalt. Oft ist der Nahkampf also die bessere Alternative!
Erledigte Gegner lassen des Öfteren Waffen und Gegenstände fallen, die ihr ebenfalls verwenden dürft. Verwirrenderweise scheint hier ein sehr kurioses Loot-System zum Einsatz zu kommen, denn Gegner mit Waffen, lassen nicht immer auch Waffen fallen, die man aufsammeln kann, während unbewaffnete Gegner oder Clicker auch mal Munition oder Waffen liegen lassen. Erledigt ihr Gegner, die zuvor auf euch geschossen haben, bekommt ihr also nicht zwingend Munitionsnachschub von ihnen.

Für lautloses Fortbewegen lässt sich mit R2 der Schleichmodus aktivieren, durch den Gegner einfacher zu erkennen sind und euch wiederum nicht so gut wahrnehmen können. Damit kann man sich heranschleichen und selbst Clicker mit einem selbstgebastelten Messer von Hinten lautlos niederstrecken. Natürlich funktioniert auch eine Ablenkung mit den massenhaft herumliegenden und blinkenden Steinen oder Glasflaschen. Besonders gegen Anfang des Spiels nimmt das Schleichen wirklich schnell Überhand und nervt ein wenig.
Darüber hinaus versteht es Naughty Dog sehr geschickt, bekannte Survial- und Shooter-Elemente durch das fesselnde und emotionale Storytelling so in Szene zu setzen, dass man den Controller kaum noch zur Seite legen mag. Das Suchtpotenzial ist unfassbar!
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 Facts
Name: The Last of Us
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Naughty Dog/Sony CE WWS
Genre: Suvival-Action
Spieler: 1-8 (online)
HDTV bis zu: 720p
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Download-Content
Altersfreigabe: keine Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Alle volljährigen PS3-Besitzer.
Release:14.06.13
 Pro + Cons
 PRO:
+ Brillanter Prolog
+ Phanomenale Optik
+ Mitreißende Story
+ Coole Inspiration (Cordyceps Pilz)
+ Extrem authentische Charaktere mit Tiefgang
+ Interessante Charakter-Entwicklung
+ Hervorragendes Storytelling
+ Brutal und emotional inszeniert
+ Glaubwürdige und interessante Dialoge
+ Grandioser Mix aus Survial-/Shooter-Elementen
+ Fesselnde Atmosphäre
+ Einfaches wie auch nützliches Crafting-System
+ Coole Waffen selber bauen
+ Atemberaubende Umgebungen
+ Verstörende Gegner
+ Feine Lichteffekte
+ Sehr gute Synchronisation
+ Multiplayer-Modus fügt sich gut ein
 CONTRA:
- Schleichen artet zu Beginn etwas aus
- Verwirrendes Loot-System
- Viele blinkende Steine und Flaschen
- Im Grunde repetitives Gameplay
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