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Im Laufe jeder Mission, egal ob nun im Einzel- oder Mehrspieler-Modus, sammelt der Spieler Erfahrungspunkte, nach einem erfolgreichem Levelaufstieg erhält man auf diese Weise anschließend automatisch bestimmte Einheiten oder Upgrades, was wiederum die taktischen Möglichkeiten erhöht. Wer also mit Command & Conquer 4 beginnt, der wird auch in Online-Gefechten nur wenige Einheiten zur Verfügung haben. Die höchste Stufe ist mit Level 20 erreicht, dann hat der Spieler Zugriff auf alle verfügbaren Einheiten und Upgrades. Erfahrene Spieler werden diese allerdings bereits nach wenigen Tagen, weniger erfahrende auch schon nach einer Woche, erreicht haben, zumindest für eine der beiden Fraktionen, denn gelevelt werden muss immer noch separat für GDI und NOD.
Dafür bietet Command & Conquer 4 aber auch die mit Abstand meisten Einheitentypen, die es je in einem Teil der Strategie-Serie gab.
Spielgefühl definiert über die Anzahl der Spieler
Genau wie in Alarmstufe Rot 3 lässt sich die Kampagne ebenfalls wieder kooperativ durchspielen, doch dabei fällt auf, dass das Spielerlebnis stark von der Anzahl der beteiligten Spieler abhängig ist, denn spielt man die Kampagne im Solomodus, so können die Missionen schon auf dem normalen Schwierigkeitsgrad stellenweise recht happig und schwer ausfallen. Insbesondere zu Beginn, wenn man aufgrund seines geringen Levels nur zwischen wenigen Einheiten wählen kann, sind manche Aufträge und Situationen einfach sehr anspruchsvoll und nicht so leicht, was sich erst später ändert, wenn man mit den verfügbaren Einheiten die richtige Mischung wählen kann. Bestreitet man dieselben Missionen im kooperativen Spielmodus, waren diese auf einmal wesentlich einfacher, nahezu sehr einfach zu bewältigen. Das liegt daran, dass man idealerweise absprechen kann, welche unterschiedlichen Crawlern eingesetzt werden sollen und man aufgrund der höheren Einheitenzahl ein leichtes Übergewicht hat.
Auch der Skirmish Multiplayer-Modus ist klar für Partien mit mehr als zwei gegeneinander antretenden Spielern ausgelegt und funktioniert mit erhöhter Spielerzahl in der Partie deutlich besser. Das könnte man positiv sehen, da die Mehrspieler-Partien durchaus Spaß machen, doch lässt sich nicht übersehen, dass für Matches mit weniger Spielern das Programm wie beschrieben an gewissen Designmängeln kränkelt. So ist es immer ratsamer, sich mehrere Mitspieler für ein unterhaltsames Mehrspieler-Erlebnis zu suchen. Unnötig zu erwähnen, dass es nur einen Spielmodus gibt, bei dem bestimmte Strategiepunkte solange zu halten sind bis man die Kontrolle der Karte übernommen hat. Wem langweilig wird, der kann sich mit dem World Builder austoben, der seit dem Patch 1.02 verfügbar ist. Mit diesem Tool lassen sich Mehrspieler-Karten erstellen und im Anschluss mit der Community teilen. Alles in allem ist das Spielerlebnis ein zweischneidiges Schwert und Command & Conquer 4 macht einige Sachen ziemlich gut, andere wiederum nicht so gut.
Lang nicht perfekt, aber mehr als ordentlich
Wenn man über die Grafik von Command & Conquer 4 ein Wort verlieren will, dann dass auch hier im Vorfeld viel Kritik von Seiten der Fanbase über die Entwickler eingeprasselt ist und sogar behauptet wurde, selbst der Vorgänger sähe schöner aus als der aktuelle Teil.
In der finalen Version sei hier aber Entwarnung gegeben. Übermäßig bunte Gefechte bleiben einem ebenso erspart wie unschön designte Einheiten. Alles ist zwar meilenweit vom Grafik-Thron entfernt, aber Angst vor Augenkrebs muss auch niemand haben. Stattdessen glänzt das Spiel sogar mit sehr geschmeidigen Einheitenanimationen und überwiegend sehenswerten Texturen, die auf der höchsten Detailstufe meistens sehr sehenswert sind. Die Kämpfe bleiben damit (aufgrund des ohnehin geringen Einheiten-Cap) ebenso übersichtlich wie ansehnlich. Einzig die Landschaften machen einen etwas tristen Eindruck, denn bis auf einige Objekte sticht nicht viel ins Auge.
Schön ist allerdings das Schadensmodel der Crawler, denen nach geringfügigem Beschuss schon Einzelteile abfliegen und kurzzeitig in der Gegend liegen bleiben, doch in der Umgebung ist nur wenig zu zerstören und das dann auch sehr unspektakulär. Wenn ein Panzer beispielsweise einen Baum überfährt, so gibt dieser abrupt um, liegt dort eine Sekunde und löst sich ebenso schnell wieder auf wie er umgefallen ist. Unschöner geht es kaum! Es ist aber klar, dass dies natürlich nur ein Meckern am Rande ist, auf den Spaß wirkt sich dies kaum aus, zeigt jedoch auf, dass noch ordentlich Luft nach oben gewesen wäre, was die Details angeht.
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