Killzone 2
Killzone 2
Dieser Shooter soll PS3-Spiele neu definieren, doch ist der Hype auch verdient?
18.02.09 um 17:00 von Stefan
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Als Sony auf der E3 2005 über ein Jahr vor der Veröffentlichung der PlayStation 3 einen ersten Killzone 2-Trailer zeigte, sorgte dieser für offene Münder: Das sollte Echtzeitgrafik sein? Nie im Leben – das sieht viel zu gut aus! In der Tat stellte sich etwas später heraus, dass es sich bei dem Video um vorberechnetes Material handelte. Doch als auf der E3 2007 erneut ein Video des Shooters gezeigt wurde, fühlte man sich direkt an den Trailer von 2005 erinnert, so ähnlich war der neue Trailer dem vorberechneten Video, so sensationell gut sah der neue Trailer aus und dieses Mal handelte es sich definitiv um Ingame-Material, was die Entwickler später anhand einer Technologie-Demo demonstrieren!
Guerrilla Games hatte es tatsächlich geschafft, die Grafikqualität des Target-Trailers aus 2005, der jeden vom Hocker haute, zu erreichen und die Optik war noch lange nicht optimiert. Bis zum Release von Killzone 2 waren zu diesem Zeitpunkt noch knapp 2 Jahre Zeit. Nun ist es allerdings bald soweit, Killzone 2 ist fertig gestellt, ein riesen Hype umgibt das Spiel und der PS3-Shooter gilt als grafisch eindrucksvollste Entwicklung der aktuellen Generation.
Sony hat uns erfreulicherweise schon sehr lange vor dem offiziellen Release des Spiels eine Review-Version zur Verfügung gestellt und wir haben anhand dieser nicht nur überprüft, ob die Grafik wirklich derart bahnbrechend ist, ob Killzone 2 flüssig läuft und was die Entwickler auf der Gameplay-Seite bieten. Anders ausgedrückt: Was wird abgesehen von der Grafik geboten?

Vergeltung muss sein
Die Story knüpft an die Ereignisse von Killzone (PS2) und Killzone: Liberation (PSP) an. Helghast-Truppen, Widersacher mit leuchtenden roten Augen, hatten im ersten Teil Vekta, den Planeten unserer Helden, angegriffen, woraufhin die Spezialeinheit ISA (International Strategic Alliance) den Aggressor zurückzwingen musste. Seither hat die ISA die Helghast bis auf ihren eigenen Heimatplaneten Helghan zurückgedrängt und ist nun dabei, eine Invasion auf Helghan zu starten, um an den Anführer Visari heranzukommen. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von Sev, einem kriegserfahrenen Veteranen der ISA im Alpha Trupp, dessen Auftrag zunächst die Sicherung von Pyrrhus, der Hauptstadt von Helghan, ist.
Aber es läuft nicht alles nach Plan, die erbitterte Gegenwehr der verbliebenen Helghast überrascht, auch dass die gegnerische Seite die karge Umgebung des Planeten zum militärischen Vorteil nutzt, erschwert die Mission noch zusätzlich.
Die Story ist simpel aber gut, verfügt über den einen oder anderen Twist, ist jedoch nicht bahnbrechend, denn ähnliche Geschichten hat man schon vorher des Öfteren mal in Spielen miterlebt. Der erzählerische Rahmen von Killzone 2 bleibt allerdings durchgehend spannend, fesselnd und motiviert zum Kampf gegen die Helghast, wenngleich man sich gegen Ende die eine oder andere Überraschung gewünscht hätte.

So hätte der D-Day in der Zukunft ausgesehen
Nach einem Tutorial, das kurz vor der Invasion von Helghan stattfindet und euch die grundlegende Steuerung nahe bringt, starten wir mit einem D-Day ähnlichen Angriff auf Helghan ins Spiel und gehen nach heftigem Beschuss an einem Strand nieder. Der Krieg ist bereits in vollem Gange und wir schließen uns unserem Team an, das neben uns aus drei mehr oder weniger charismatischen Typen besteht. Leider gibt es keine kooperative Kampagne, obwohl wir mit den Kameraden des Alpha Trupps einen Großteil des Spiels zusammen unterwegs sind.
Nach wenigen Metern stehen uns auf einer Anhöhe bereits die ersten Helghast entgegen und wir geben die ersten Schüsse ab. Schnell wird klar, dass Killzone 2 das Genre trotz des riesigen Hypes nicht neuerfindet, aber jeden Aspekt eines First-Person-Shooters beinahe perfekt ausführt. Die Steuerung orientiert sich beispielsweise an den meisten Genrevertretern, bietet trotzdem aber einen entscheidenden Unterschied: Ein Cover-System, das dem von Epics Gears-Serie ähnelt. Mit L2 könnt ihr nämlich hinter einem Objekt in Deckung gehen und an diesem entlang laufen. An der rechten und linken Seite kann man vorsichtig aus der Deckung herausschauen und Gegner aufs Korn nehmen, außerdem kann man blind über die Deckung feuern. Der Ausdruck „blind“ stimmt hier nicht ganz, ein Fadenkreuz hilft euch nämlich in etwa zu bestimmen, wohin eure Kugelsalven gehen sollen, befindet sich ein Helghast im Fadenkreuz, färbt sich dieses als zusätzliche Hilfe rot.
Dieses Cover-System ist während des gesamten Spiels von elementarer Bedeutung, denn Killzone 2 ist kein Shooter, bei dem man einfach durchrennen und alles plätten kann. Wer hier den Rambo spielt, der wird von den Helghast ganz schnell eines besseren belehrt. Deckung suchen und ausnutzen ist einer der wichtigsten Aspekte des Spiels, allerdings reicht ausharren auch nicht aus, bis auf ein paar Ausnahmen kann eure Deckung nämlich nach Dauerbeschuss auch durchaus zerstört werden. Das ist aber nicht euer einziges Problem…

Kein verblödetes Kanonenfutter
Alleine die erstklassige künstliche Intelligenz der Gegner macht es den Spielern schon nicht ganz einfach, sich voranzukämpfen, denn Killzone 2 läutet eine neue Spiele-Generation ein und dazu gehören nicht nur bessere Texturen und Grafikeffekte, auch solch erfahrungsbestimmende Dinge wie die K.I. haben enorm hinzugewonnen und unterstreichen, welche Power in der PS3 steckt. Die Helghast flankieren euch, greifen aus dem Hinterhalt an, verwenden den Nahkampf, suchen sich geeignete Deckung und wechseln dabei ihre Stellung, rennen vor Granaten davon und werfen selbst Granaten so, dass ihr nur schwer entkommen könnt.
 Screenshots
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 Facts
Name: Killzone 2
Aktuell betrachtet:
Von uns getestet für:
Hersteller: Guerrilla Games/Sony
Genre: First-Person-Shooter
Spieler: 1-32 (online)
HDTV bis zu: 1080i
PS Network: Onlinespiele/Ranglisten/Content Download
Altersfreigabe: Ohne Jugendfreigabe gemäß §14 JuSchG
Sprache/Texte: Deutsch
Geeignet für: Shooter- und Action-Fans sowie alle erwachsenen PS3-Besitzer.
Release:25.02.09
 Pro + Cons
 PRO:
+ Gelungenes Tutorial
+ Brachiale Kriegsatmosphäre
+ Echtes Invasionsfeeling
+ Abwechslungsreiches Waffenarsenal
+ Erstklassige Architektur und Art-Direction
+ Tolles Leveldesign
+ Ausgereiftes Cover-System
+ Faires Checkpoint-System
+ Teilweise zerstörbare Umgebung
+ Geniale Animationen
+ Sehr gute Gestik und Mimik
+ Sehr intelligente K.I.
+ Brillante und unerreichte Optik
+ Jede Menge Onscreen-Action
+ Wunderbare Licht- und Partikeleffekte
+ Plastischer Rauch und Nebel
+ Abwechslungsreiche Aufgaben
+ Zeitweiser Vehikel-Einsatz
+ Überlegte Sixaxis-Integration
+ Gute deutsche Synchronisation
+ Epische Musikuntermalung
+ Weitere Motivation durch Sammelobjekte/Trophäen
+ Überragender Onlinemodus
+ Offline-Multiplayermöglichkeit mit Bots
 CONTRA:
- Kein Koop-Modus
- Spielzeit hätte länger sein können
- Kurzes Stocken beim Nachladen
- Lippensynchronität nicht immer gegeben
- Etwas belanglose Dialoge
- Bossfights zu selten
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