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Feine Mehrspielerschlachten!
Worauf viele Spieler gewartet haben ist der Multiplayer-Modus von Killzone. Doch leider wird man auch hier ein wenig enttäuscht. Während die Maps alle von der Größe recht ordentlich sind und auch schön designt wurden, hat man es versäumt, die Respawn-Punkte ausreichend und überlegt zu platzieren. Viel zu oft wird man gekilled und erscheint direkt in der Nähe des Gegners, natürlich nur mit minimaler Bewaffnung. Anscheinend ist im Beta-Test nicht aufgefallen, dass die Respawn-Punkte meistens an den Stellen platziert wurden, wo die meisten Kämpfe auf der Map stattfinden.
Revolutionäres sollte man von dem Multiplayer-Modus, der vor allem auf das Onlinespielen ausgelegt ist, nicht erwarten, denn Spielmodi erfindet Killzone keineswegs neu. Zur Auswahl stehen heutzutage standardisierte Spielmodi wie Deathmatch, Team-Deathmatch, Seek&Destroy, einen Assault ähnlichen Modus oder auch Domination.
Der Spielablauf innerhalb eines Onlinematches läuft flüssig, zu Lags kam es kaum, sucht man sich ein Spiel aus, bei dem schon in der Serverauswahl ein guter Ping angezeigt wird, muss man sich eigentlich keine Sorgen machen.
Auch wenn Killzone im Bereich Multiplayer keinesfalls beeindruckt, macht das Spielen im World Wide Web dennoch viel Spaß. Etwas nervig ist jedoch das Aufrufen den Scoreboards: Um seinen bzw. den Punktestand seiner Gegner und Teamkameraden betrachten zu können, muss man erst umständlich in ein Menü wechseln, das noch dazu ca. 3 Sekunden lädt, nachdem man den Select-Button gedrückt hat. Eigentlich ist es bei Shootern üblich, dass man diese Anzeige kurz Einblenden kann.
Schickes Outfit
Auch wenn Killzone spielerisch kränkelt, so ist das Spiel auf der technischen Seite kerngesund. Die Erwartungen, die sich im Vorfeld der Veröffentlichung schon durch Videos und Screens andeutete, erfüllt die fertige Version von Killzone voll und ganz. Sowohl die Innen- als auch die Außenlevel strotzen nur so vor Details. Durch eine spezielle Texturtechnik, bei der immer bessere Texturen auf ein Objekt gelegt werden, je mehr man sich dem Objekt nähert, spart man bei der PlayStation 2 enorm viel Speicher und Rechenleistung und die Texturen sind bei näherer Betrachtung dennoch sehr detailreich.
Die Charaktermodelle gehören zum Besten, das man auf der PlayStation 2 finden kann, ebenso wie die Waffenmodelle, die nicht nur cool aussehen, sondern auch sehr fein texturiert wurden.
Besonders die Helghast-Soldaten sehen beeindruckend aus, was an der schicken Uniform, aber auch an der stylischen Gasmaske liegt. Zudem nutzt auch Killzone die Havok-Physik-Engine, wodurch Objekte wie Fässer oder Kisten usw. umgeschossen werden können und sich dann physikalisch korrekt verhalten: Fässer rollen weg, stoßen irgendwo an und schlagen eine neu Richtung ein. Aber auch die Sterbeanimationen profitieren von der fortgeschrittenen Physik-Technik. So hat man für die Charaktere im Spiel das von anderen Shootern bekannte Ragdoll-Verhalten genutzt, wodurch sich der Körper eines Gegners ebenfalls physikalisch korrekt verhält und beispielsweise bei einer Explosion durch die Luft fliegt, wobei sich Arme und Beine ebenfalls korrekt verhalten. Leider kommt es dadurch hin und wieder auch zu massiven Clipping-Fehlern, so dass verschiedene Körperteile in irgendwelchen Wänden verschwinden, was weniger hübsch aussieht.
Außerdem überzeugen auch die Licht- und Spezialeffekte. Die Explosionen sehen sehr gut aus, Feuer erzeugt ein Hitzflimmern und es steigt voluminöser Nebel auf. Dieser Nebeleffekt beeindruckt besonders in den Sumpflevels, wodurch eine sehr starke Atmosphäre erzeugt wird. Zuletzt wissen auch die Feuereffekte der Waffen zu begeistern, das betrifft sowohl den ersten, als auch den zweiten Feuermodus, denn die meisten Waffen bieten einen zweiten Feuermodus. Diese Grafikpracht lässt die PS2 aber auch an einigen Stellen an ihre Grenze stoßen, gelegentlich kommt es nämlich zu kleinen Slowdowns bei der Framerate.
Was hör ich da…?
Am Sound gibt es auch wenig auszusetzen: Generell ertönen alle Geräusche sehr realistisch, die Hintergrund-Musik setzt gut ein und Surround Sound wird auch unterstützt. Zwar hat sich Sony die Mühe gemacht und das Spiel komplett für Deutschland lokalisiert, was auch deutsche Sprachausgabe bedeutet, allerdings hatte man bei der Auswahl einiger Sprecher ein weniger glückliches Händchen. Zum Teil klingen manche Sprecher nämlich entweder sehr unmotiviert oder wirken unpassend, wenn man den dazu gehörigen Charakter betrachtet. Es geht zwar besser, aber in die Hose gegangen ist die deutsche Synchronisation auch nicht. Schade ist nur, dass es absolut keine Lippenbewegungen der Charaktere gibt, so dass man zum Beispiel erstmal scharf nachdenken muss, damit man weiß wer von den Kameraden vor einem gerade spricht.
Was weiterhin negativ aufstößt sind die sich ewig wiederholenden Sprüche der Helghast. Ständig hört man denselben Soundfetzen, der schon nach wenigen Spielminuten absolut nervig wird. Warum Entwickler gerade an solchen Punkten sparen wird wohl für immer ein Rätsel bleiben, zehn neue Sprüche hätte man in weniger als einer Stunde aufnehmen können, der Atmosphäre hätte es jedenfalls gut getan.
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